Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Hessen - Bezirk Rüsselsheim  e.V.

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24-Stunden-Übung des Wasserrettungszuges Rüsselsheim  -  12.05.2012

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DLRG

Die Strömungsretter und die Bootsbesatzung suchen nach der vermissten Person


DLRG

Der Verunfallte wird von den Rettern an Land gebracht

Zu einer Übung der besonderen Art waren die Einsatzkräfte der DLRG Rüsselsheim am vergangenen Wochenende zusammengekommen: Der Wasserrettungszug Rüsselsheim führte eine 24-Stunden-Übung durch. „Im Katastrophenfall dauert ein Einsatz in der Regel nicht, so wie wir sonst üben, einen halben Tag, sondern wesentlich länger.“, erläutert Zugführer Olaf Schnückel. „Wir haben deshalb erstmals eine 24-Stunden-Übung durchgeführt, um einen realistischen Einsatz im Rahmen des Katastrophenschutzes nachzustellen“. Außerdem besteht bei solch einer Übung im Gegensatz zu einer normalen Übung, die auf wenige Stunden beschränkt ist, die Möglichkeit, umfangreichere Einsatzszenarien durchzuspielen als sie normalerweise Bestandteil der Übungen sind.

Am Samstagvormittag kamen rund 25 Mitglieder des Wasserrettungszuges Rüsselsheim zusammen. Zunächst musste an der Natorampe Kornsand eine vermisste Person gefunden werden. Die Suche wurde vom Boot aus und mit Strömungsrettern durchgeführt, auch die Taucher standen bereit. Im nächsten Übungsszenario war am Steindamm in Trebur eine Person vom Hochwasser auf einer Insel eingeschlossen worden und musste von den Einsatzkräften gerettet werden.

Nach einem warmen Abendessen und einer Verschnaufpause in der Unterkunft ging es mit Einbruch der Dunkelheit weiter. In einer angenommenen Hochwasserlage am Rhein mussten die Einsatzkräfte vom Wasser aus die Deiche entlang des gesamten Kreisgebietes von Gernsheim bis zur Main-Spitze kontrollieren. In einem echten Hochwassereinsatz melden Deichläufer Schwachstellen, Beschädigungen und mögliche Gefährdungen des Deichs, z.B. durch Treibgut. Diese können von der Wasserseite aus mit Booten beseitigt werden.

Nach der erfolgreichen Bewältigung dieses Einsatzes legten sich die Einsatzkräfte für ein paar Stunden in der Vereinsunterkunft zur Ruhe, bis sie kurz vor dem Morgengrauen erneut ausrücken mussten: Im Waldschwimmbad Rüsselsheim war eine ertrunkene Person gemeldet worden. Nachdem diese durch die Taucher gefunden worden war, stärkten sich die Einsatzkräfte mit einem Frühstück, welches den Abschluss der Übung darstellte.

Ilka Jakobs