Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Hessen - Bezirk Rüsselsheim  e.V.

Rettungsschwimmausbildung

DLRG

Achselschleppgriff in Kleidung

Die Rettungsschwimmausbildung ist ein großer Bestandteil der Ausbildung innerhalb der DLRG. Ein Rettungsschwimmschein in Silber ist Voraussetzung z. B. zum Leiten einer eigenen Schwimmgruppe. Ebenso häufig ist er auch für Betreuer von Kinder- und Jugendfahrten Pflicht, wenn man - auch als nicht-schwimmsporttreibender Verein - ein Schwimmbad besuchen möchte.

Die Rettungsschwimmausbildung gibt es in drei Stufen:

  • Bronze ab 12 Jahren
  • Silber ab 15 Jahren
  • Gold ab 16 Jahren

Die Abzeichen unterscheiden sich in der Länge der Schwimmstrecken, der Zeit, in der diese zurückgelegt werden müssen, der Häufigkeit der Wiederholungen einer bestimmten Teilprüfung und bei Gold kommen noch die Kenntnisse über Rettungs- und Wiederbelebungsgeräte hinzu. Die Theorie reicht von Kenntnissen über die einfache Selbst- und Fremdrettung bis hin zur Ersten Hilfe mit Wiederbelebungsmethoden.

Im Folgenden werden die einzelnen Teilprüfungen beschrieben.

Streckenschwimmen

Hier ist grundsätzlich eine bestimmte Streckenlänge in einer bestimmten Zeit zu schwimmen. Ein Teil muss in Bauchlage und ein Teil in Rückenlage geschwommen werden. Ab Gold sind hierfür Flossen zu tragen.

Kleiderschwimmen

Beim Kleiderschwimmen wird der "Ernstfall" geprobt. So erfahren die Kursteilnehmer, dass es sehr anstrengend ist, mit langer Hose und Jacke zu schwimmen, die sich mit Wasser voll saugen. Hier werden den einzelnen Prüfungsstufen verschieden lange Strecken in bestimmter Zeit abverlangt.

Sprünge

Die Teilnehmer sollen Kenntnisse über verschiedene Arten von Sprüngen erhalten. So gibt es den Fußsprung, Schrittsprung, Paketsprung, Kopfsprung, Abrenner und den Startsprung.

Zeitschwimmen

Dieses gibt es nur bei Gold, um den Teilnehmern verschieden schnelle Techniken zu zeigen, die mit Wenden und Gleitabstoß für schnelles Anschwimmen sorgen.

Streckentauchen

Beim Streckentauchen wird der normale Brustarmzug durch den Tauchzug ersetzt. Auch hier gilt es, bei den verschiedenen Abzeichen verschieden lange Strecken zu bewältigen.

Tieftauchen

Beim Tieftauchen muss bis zu einer bestimmten Tiefe abgetaucht, dort ein Tauchring von 5 kg aufgenommen, anschließend zur Wasseroberfläche aufgetaucht und dann der Ring über Wasser gehoben werden. Erst dann darf der Teilnehmer ihn wieder fallen lassen.
Auch das Tieftauchen wird mit zwei verschiedenen Techniken durchgeführt. Einmal muss man mit dem Kopf voran tauchen und dann gibt es noch das Fußwärtstauchen, bei dem die Füße zuerst den Beckenboden erreichen und der Ring aus der Hocke aufgehoben werden muss.
Beim Rettungsschwimmabzeichen in Gold muss diese Übung mit zwei Tauchringen von jeweils 5 kg ausgeführt werden.

Transportschwimmen

Wenn ein Schwimmer ermüdet ist oder einen Krampf hat, kann ein Rettungsschwimmer ihn mittels Transportieren wieder ans rettende Land bringen.
Man unterscheidet zwischen schieben und ziehen. In beiden Fällen muss der Verunfallte aktiv mithelfen, indem er sich am Retter festhält. Das Ziehen ist schneller, aber beim Schieben hat der Retter den Verunfallten immer im Blick und kann im Falle einer plötzlichen Bewusstlosigkeit schneller eingreifen.

Befreiungsgriffe

Die Befreiungsgriffe sind Hebeltechniken, die es dem Retter erlauben, sich vom Verunfallten, der sich in "Todesangst" an ihn klammert, wieder zu lösen.
Grundsätzlich sollte man einen Verunfallten von hinten anschwimmen und ansprechen, damit es gar nicht erst zu einer Umklammerung kommen kann. Auch sollten diesem Hilfsmittel zugereicht werden, damit er sich daran festhalten kann.

Schleppen

Das Schleppen wird angewandt, wenn der Verunfallte nicht mehr bei Bewusstsein ist. Dazu wird er so über Wasser gehalten, dass die Atmung nicht behindert wird.
Es gibt drei Schleppgriffe:

  • Kopfschleppgriff
  • Achselschleppgriff
  • Fesselschleppgriff

Kombinierte Rettungsübung

Diese Übung soll wieder den "Ernstfall" simulieren. Dazu muss der Retter eine bestimmte Strecke zum Verunfallten schwimmen, dort einen Gegenstand aus einer bestimmten Tiefe heraufholen, sich anschließend mittels eines Befreiungsgriffes aus einer Umklammerung lösen und den Verunfallten mit einem Fesselschleppgriff eine bestimmte Strecke abschleppen. Am Beckenrand wird dieser dann mit einer bestimmten Grifftechnik aus dem Wasser gehoben und weiter betreut.
Das An-Land-Bringen wird je nach Beschaffenheit des Bades (Strand, Beckenrand) mit verschiedenen Griffen durchgeführt. Es gibt den Rettungsgriff und den Kreuzgriff.

Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

Bei der HLW werden Kenntnisse von Atmung und Blutkreislauf sowie die richtige Durchführung der Wiederbelebung geprüft.

Rettungsgeräte

Die Kenntnis von Rettungsgeräten, die man zu Hilfe nehmen kann, ist hier gefordert. Es gibt verschiedene Hilfsmittel wie den Rettungsball, die Rettungsleine mit Gurt, den Gurtretter, das Rettungsbrett, die Rettungsboje und den Wurfsack.
So wird z. B. geübt, den Ball dem Verunfallten zuzuwerfen, ohne ihn zu treffen. Auch das Anschwimmen mit Gurt und Leine, bei dem zwei Retter benötigt werden, muss geübt werden.

Theorie

In der Theorie werden spezielle Themen aus der Wasserrettung behandelt. So lernen die Teilnehmer die Aufgaben der DLRG kennen. Einfache Selbst- und Fremdhilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen sind ebenfalls Themen.
Ab dem Rettungsschwimmabzeichen Silber ist ein Erste-Hilfe-Kurs Voraussetzung, bei dem verschiedene Krankheitsbilder dargestellt und deren Behandlungsmaßnahmen (im Rahmen der Ersten Hilfe) erlernt werden.

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